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Mal angenommen, ein Kommilitone wird nach vorne gebeten und soll GAR NICHTS tun, ausser dann dort zu stehen... ja, das nehmen wir akustisch zur Kenntnis. Dennoch: Unser Gehirn benötigt da so seine Zeit...
Es ereignen sich folgende Schritte:
1. Ich nehme den Kommilitonen wahr, sehe, dass er dort steht...
2. Ich beobachte, was passiert/ sein Verhalten
3. Laaaangsam begreife ich: oh, es passiert ja wirklich... NICHTS...
Diese Veranstaltung sollte sich nun also damit befassen, wie das Gehirn BE - GREIFT...
"Beim Lernen werden Glückshormone frei gesetzt!" - Huch! Habe ich bisher falsch gelernt...? oder wieso bleiben diese bei mir immer aus? Obwohl: Doch, wenn man sich sehr intensiv mit einer Materie beschäftigt, ist man später doch sehr froh, das Ergebnis stolz in den Händen halten zu können... Es gab auch schon Momente, in denen ich einfach nicht aufhören konnte zu lernen. Zugeben muss ich aber, dass das nicht auf jedes Fach, jede Materie zutrifft, sondern eher auf die, die mir Spass machen, für die ich mich wirklich interessiere... Insofern frage ich mich, ob man so allgemein sagen kann, dass das Lernen Glückshormone freisetzt...?! Vielleicht mit Einschränkung, nämlich unter bestimmten Gegebenheiten? Zum Beispiel dem ernsthaften Interesse an der Thematik? Oder einer bestimmten Zeitspanne, in der man sich ernsthaft und konzentriert mit dem Thema beschäftigt?
Man stelle folgende Aufgabe an sein Gehirn: "Merke dir lebenslänglich, was ein Quadrat ist!"
Naja... ist irgendwie so auf die Schnelle schwer festzustellen, ob das denn klappt... also, lebenslänglich...
Aber gut: Wir gehen in der selben Reihenfolge vor, wie am Anfang erwähnt, als besagter Kommilitone vorne stand und nichts tat.
Also, erst einmal muss das Gehirn betrachten, denn es braucht Vorgänge, um zu lernen. Somit wäre es falsch, einfach ein Quadrat anzumalen. Eher eignet es sich, zunächst eine dem Quadrat im Ansatz ähnliche Figur zu malen. Diese wird dann mit der Zeit und in mehreren Zügen dem Quadrat immer ähnlicher, um schliesslich dessen Gestalt anzunehmen.
Im zweiten Schritt würde das Gehirn somit beobachten, ohne etwas hinzuzutun, d.h. es vergleicht die Gegensätzlichkeit der verschiedenen Figuren.
Im nächsten Schritt prüft es, ob sich die Figuren ähneln. So erkennt es dann, dass ein Quadrat ein Gewinde mit 4 gleichen Seiten, Winkeln, usw. ist, d.h., es erkennt seine Merkmale.
Daraus folgt also, dass der Bewusstseinsgrad mit steigender Aktivität des Gehirns steigt. Wichtig für Lehrer, machen wir uns das zu Nutzen!!!
Zusammenfassend lässt sich sagen:
1. Betrachten: das Gehirn ordnet zu und ein,
2. Betrachten und Beobachten: es ordnet über und unter, legt die Gestalt und Merkmale fest,
3. Betrachten, Beobachten und Begreifen: Es ordnet vor und nach: Wie sieht die Figur vorher aus? --> 4 Striche. Wie sieht sie hinterher aus? --> Quadrat. D.H.: "Erkennung der Konstruktionsvorschrift"...
Zudem sind bei der Folge der Schritte 4 Striche und 4 rechte Winkel, etc. notwendig. Somit: Notwendigkeit von Hilfsmitteln, um Figur zu erreichen.
Lernen heisst also: Materialien, aus denen wir eine Erkenntnis machen plus schöpferisches Verstehen seitens der Lehrenden!
Aufgabe: "Essen und Trinken von früh bis spät":
1. Was isst du?
2. Was ist gesund, ungesund?
3. Wann isst man?
4. Spruch lernen ( "Morgen isst man wie ein Kaiser,...") mit Singen, etc.... (Einbeziehung beider Hemisphären!)
Jule-online - 2. Dez, 10:19
Nachtrag Essen